Website veraltet? 8 Anzeichen für einen Relaunch
Woran du erkennst, dass deine Website veraltet ist: 8 Anzeichen von der Handydarstellung bis HTTPS, mit Checks, die du in zehn Minuten selbst machst.

Kurz gesagt
Deine Website ist veraltet, wenn sie auf dem Handy schlecht lesbar ist, langsam lädt, kein HTTPS nutzt, falsche Angaben zeigt oder kaum noch Anfragen bringt. Treffen drei oder mehr der acht Anzeichen zu, lohnt sich meist ein Neubau statt weiterer Korrekturen.
- Prüfe zuerst die Handyversion: In Deutschland kommen knapp 60 Prozent der Aufrufe von Mobilgeräten.
- Google bewertet Seiten mobil: Inhalte nur für den Desktop zählen für Indexierung und Ranking nicht.
- Gute Ladezeit laut Google: größter Inhalt in 2,5 Sekunden, Reaktion in 200 Millisekunden.
- Falsche Öffnungszeiten und fehlendes HTTPS kosten Vertrauen und damit Anfragen.
- Ab drei zutreffenden Anzeichen ist ein Relaunch meist wirtschaftlicher als Flickwerk.
Woran erkennst du, dass deine Website veraltet ist?
Eine Website ist veraltet, wenn sie auf dem Handy schlecht funktioniert, langsam lädt, falsche Angaben zeigt oder dir kaum noch Anfragen bringt. Meist trifft mehr als ein Punkt zu. Die acht Anzeichen unten kannst du ohne Technikwissen in rund zehn Minuten selbst prüfen. Du brauchst nur dein Smartphone, einen Browser und deine eigene Startseite.
Wichtig ist die Einordnung: Ein höheres Alter allein macht eine Website nicht schlecht. Entscheidend ist, ob sie ihre Aufgabe noch erfüllt. Sie soll Besucher überzeugen, Vertrauen aufbauen und Anfragen auslösen. Wenn sie das nicht mehr tut, ist ein Relaunch (die komplette Neugestaltung samt neuem technischem Unterbau) meist sinnvoller als weiteres Flickwerk.
1. Wie sieht die Website auf dem Handy aus?
Öffne deine Seite auf dem Smartphone. Wenn du zoomen musst, um Text zu lesen, wenn Schaltflächen zu klein sind oder Spalten über den Rand laufen, ist das Anzeichen Nummer eins. Laut StatCounter kommen in Deutschland knapp 60 Prozent der Aufrufe von Mobilgeräten. Ein Großteil deiner Kundschaft sieht also zuerst die Handyversion.
Dazu kommt: Google nutzt für Indexierung und Ranking die mobile Version einer Seite. Inhalte, die nur am Desktop sichtbar sind, zählen für die Suche nicht. Eine schwache Handydarstellung kostet dich deshalb Kunden und Sichtbarkeit zugleich.
2. Lädt die Seite zügig?
Google gibt für gute Ladezeiten klare Richtwerte vor: Der größte sichtbare Inhalt (LCP) soll nach 2,5 Sekunden erscheinen, die Reaktion auf Klicks (INP) höchstens 200 Millisekunden dauern und Elemente sollen nicht springen (CLS höchstens 0,1). Gemessen wird am 75. Perzentil der Seitenaufrufe, also am Wert, den drei von vier Besuchen erreichen oder unterbieten.
Du merkst es oft schon ohne Messung: Wenn du auf das Bild oder das Menü wartest, warten deine Besucher auch. Weitere Hilfen findest du im Ratgeber.
| Messwert | Bedeutung | Guter Wert |
|---|---|---|
| LCP | Wann der größte Inhalt sichtbar ist | bis 2,5 Sekunden |
| INP | Wie schnell die Seite auf Klicks reagiert | bis 200 Millisekunden |
| CLS | Wie stark Elemente beim Laden springen | bis 0,1 |
3. Zeigt der Browser dein Schloss-Symbol?
Eine Adresse beginnt heute mit https://. Das S steht für eine verschlüsselte Verbindung. Google bezeichnet HTTPS als positiven Indikator für die Suchqualität. Fehlt die Verschlüsselung oder läuft das Zertifikat ab, wirkt deine Seite unseriös, und Kontaktformulare übertragen Daten ungeschützt.
4. Stimmen Öffnungszeiten, Preise und Angebote?
Veraltete Inhalte sind das teuerste Anzeichen, weil sie direkt Kunden kosten. Prüfe Telefonnummer, Adresse, Öffnungszeiten, Leistungen und Namen im Team. Wer vor verschlossener Tür steht, weil auf der Website andere Zeiten stehen, kommt nicht wieder. Das gilt auch für abgelaufene Aktionen und Hinweise auf Termine, die längst vorbei sind.
5. Findet man deinen Betrieb noch bei Google?
Suche nach deinem Leistungsangebot plus Ort, zum Beispiel „Tischler Salzburg“ oder „Physiotherapie Hamburg“. Taucht dein Betrieb nur mit dem Namen auf, aber nicht mit der Leistung, fehlen oft saubere Überschriften, eigene Seiten je Leistung und lesbare Texte. Wenn du ohnehin umbaust, hilft die SEO-Checkliste für den Relaunch, damit du bestehende Rankings nicht verlierst.
6. Wie leicht kommt man zur Anfrage?
Zähle die Klicks von der Startseite bis zu deiner Telefonnummer oder zum Kontaktformular. Mehr als zwei sind zu viel. Auf dem Handy sollte ein Tipp auf die Nummer den Anruf direkt starten. Findet man Kontaktdaten erst im Impressum, verschenkst du Anfragen.
Veraltete Website
- Telefonnummer nur als Text im Fuß
- Kontaktformular mit zehn Pflichtfeldern
- Kein klarer nächster Schritt auf der Startseite
- Hinweis auf Leistungen, die du gar nicht mehr anbietest
Zeitgemäße Website
- Anruf-Button oben, direkt auf dem Handy nutzbar
- Formular mit Name, Kontakt und Anliegen
- Klarer Hinweis auf Anfrage oder Termin auf jeder Seite
- Nur aktuelle Leistungen, mit Ortsbezug
7. Wirken Fotos und Gestaltung noch glaubwürdig?
Stockfotos von Menschen in Anzügen, winzige Bilder oder unscharfe Logos erzeugen den Eindruck eines Betriebs, der sich nicht mehr kümmert. Eigene Fotos von Team, Werkstatt, Praxis oder Küche wirken dagegen echt. Wichtig ist auch die Lesbarkeit: genug Kontrast, ausreichend große Schrift und kurze Absätze.

8. Kannst du Inhalte selbst ändern, oder hängst du an einer Person?
Wenn jede Textänderung eine Mail an den Bekannten bedeutet, der die Seite vor Jahren gebaut hat, bleibt die Website stehen. Das ist ein stilles Warnsignal. Klär außerdem, wem Domain und Zugangsdaten gehören. Ohne diese Zugänge kannst du nicht umziehen oder neu starten.
Wie wertest du die Prüfung aus?
Zähle, wie viele der acht Punkte zutreffen. Bei ein bis zwei Treffern reicht oft eine Überarbeitung einzelner Seiten. Bei drei oder mehr, vor allem bei Handydarstellung, Ladezeit und fehlendem HTTPS, ist ein Neubau in der Regel effizienter, weil die Probleme im technischen Unterbau liegen.
- Handy-Test gemacht und Darstellung bewertet
- https:// und Schloss-Symbol geprüft
- Kontaktdaten, Zeiten und Leistungen aktualisiert
- Suche nach Leistung plus Ort durchgeführt
- Zugänge zu Domain und Website geklärt
Was kostet ein Relaunch, und wie läuft er ab?
Das hängt vom Anbieter ab. Weblift.pro baut veraltete Websites kleiner Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz neu: 399 € netto einmalig (Launch-Preis für die ersten 100 Websites, regulär 999 € netto), 3 Monate Hosting inklusive, danach 19 € netto im Monat. Hosting auf deinem eigenen Server kostet einmalig 49 € zusätzlich, der Serverstandort ist Europa (EU). Du siehst die fertige Vorschau, bevor du bestellst. Wie das im Einzelnen abläuft, steht unter Ablauf, echte Beispiele unter Beispiele.
Bestandsaufnahme
Du prüfst die acht Punkte und notierst, welche zutreffen.
Inhalte sichern
Du sammelst aktuelle Texte, Fotos, Logo und Kontaktdaten.
Zugänge klären
Du stellst sicher, dass dir Domain und E-Mail-Adresse gehören.
Vorschau ansehen
Du prüfst den Entwurf auf Handy und Rechner, bevor du etwas bestellst.
Umstellen und kontrollieren
Nach dem Start testest du Formular, Telefonlink und HTTPS erneut.
Häufige Fragen
Wie oft sollte eine Firmenwebsite überarbeitet werden?
Inhalte wie Zeiten, Preise und Leistungen solltest du laufend aktuell halten, mindestens einmal pro Quartal prüfen. Ein kompletter Neubau ist fällig, wenn Handydarstellung, Ladezeit oder Technik nicht mehr passen.
Kann ich selbst testen, ob meine Website mobilfreundlich ist?
Ja. Öffne die Seite auf deinem Smartphone und prüfe, ob du ohne Zoomen lesen kannst, ob Buttons gut treffbar sind und ob die Telefonnummer per Tipp anrufbar ist.
Verliere ich beim Relaunch meine Google-Platzierung?
Nicht zwingend. Das Risiko entsteht, wenn Adressen sich ändern oder Inhalte wegfallen. Mit einer sauberen Weiterleitung der alten Seiten lässt sich das vermeiden. Eine Checkliste dazu steht im Ratgeber zum Relaunch.
Woran erkenne ich fehlendes HTTPS?
Die Adresse beginnt mit http:// statt https:// oder dein Browser zeigt eine Warnung. Google nutzt HTTPS als positiven Indikator für Suchqualität, und Formulardaten werden ohne Verschlüsselung ungeschützt übertragen.
Quellen
- Statcounter Global Stats: Desktop vs Mobile vs Tablet Market Share Germany. gs.statcounter.com, abgerufen am 4. Oktober 2026
- Google Search Central: Mobile-first indexing best practices. developers.google.com, abgerufen am 4. Oktober 2026
- web.dev: Web Vitals (Core Web Vitals). web.dev, abgerufen am 4. Oktober 2026
- web.dev: Enabling HTTPS on your servers. web.dev, abgerufen am 4. Oktober 2026
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