Zum Inhalt springen
Sichtbarkeit

Google-Unternehmensprofil einrichten und pflegen

So legst du dein kostenloses Google-Unternehmensprofil an, bestätigst es und pflegst es mit zehn Minuten im Monat. Mit Checkliste und Regeln.

Sven Rüprich
Aktualisiert am · 7 Min. Lesezeit
Hände halten ein Smartphone, auf dem eine moderne Website geöffnet ist

Kurz gesagt

Ein Google-Unternehmensprofil richtest du kostenlos über business.google.com ein. Du trägst Name, Kategorie, Adresse, Telefon und Öffnungszeiten ein und bestätigst das Profil per Code, oft per Post. Danach pflegst du Zeiten, Fotos und Bewertungen. Das reicht meist mit zehn Minuten im Monat.

  • Anlegen und Beanspruchen des Profils ist kostenlos.
  • Der Name entspricht genau dem Namen im echten Geschäft, ohne Slogans.
  • Der Postkarten-Code kommt meist innerhalb von 14 Tagen und gilt 30 Tage.
  • Bewertungen gegen Rabatt oder Geschenk sind laut Google verboten.
  • Profil und Website zeigen dieselben Angaben.

Was ist ein Google-Unternehmensprofil und was bringt es dir?

Das Google-Unternehmensprofil ist dein kostenloser Eintrag in der Google-Suche und in Google Maps. Dort sehen Kunden Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen, bevor sie deine Website öffnen. Für Betriebe mit festem Standort ist das oft der erste Kontakt: Wer nach „Tischler in meiner Nähe“ sucht, sieht zuerst die Karte mit Einträgen.

Das Anlegen und Beanspruchen eines Profils kostet laut Google-Hilfe nichts. Du zahlst nur mit Zeit: Einrichten, Bestätigen und gelegentlich pflegen. Wichtig: Das Profil ersetzt keine Website. Es verweist auf sie, und beides sollte dieselben Angaben zeigen.

0 €kostet das Anlegen und Beanspruchen eines Profils[1]
14 Tagebrauchen die meisten Postkarten-Codes bis zu dir[3]
30 Tagebleibt ein Bestätigungscode gültig[3]
3 Faktorenbestimmen das lokale Ranking: Relevanz, Entfernung, Bekanntheit[5]

Wie richtest du dein Unternehmensprofil Schritt für Schritt ein?

Du brauchst ein Google-Konto und deine Betriebsdaten. Plane etwa eine halbe Stunde ein, ohne die Wartezeit auf die Bestätigung. Die Reihenfolge ist einfach.

  1. Profil anlegen

    Öffne business.google.com/add und wähle „Unternehmen zu Google hinzufügen“. Melde dich mit einem Google-Konto an, auf das auch später noch jemand im Betrieb Zugriff hat.

  2. Betriebsdaten eintragen

    Name, Kategorie, Adresse oder Einsatzgebiet, Telefonnummer und Website. Die Adresse muss stimmen und den Richtlinien entsprechen, sonst scheitert die Bestätigung.

  3. Bestätigung auswählen

    Google bietet je nach Betrieb Anruf oder SMS, E-Mail, Videoanruf oder Postkarte an. Welche Methode möglich ist, legt Google fest.

  4. Code eingeben

    Trage den Code ein, sobald er da ist. Ändere Name und Adresse während der Bestätigung nicht mehr.

  5. Profil vervollständigen

    Öffnungszeiten, Leistungen, Fotos und eine kurze Beschreibung ergänzen. Erst ein vollständiges Profil wirkt vertrauenswürdig.

Gibt es deinen Betrieb schon auf Google Maps, weil jemand ihn eingetragen hat? Dann legst du nichts neu an. Such den Eintrag in Google Maps, wähle „Inhaberschaft geltend machen“ und bestätige ihn. Sonst entstehen doppelte Einträge.

Wie läuft die Bestätigung ab und wie lange dauert sie?

Die schnellste Methode ist meist ein Code per Telefon, SMS oder E-Mail. Bei der Postkarte rechnest du mit etwas Geduld: Laut Google kommen die meisten Codes innerhalb von 14 Tagen an, nach der Eingabe prüft Google bis zu fünf Arbeitstage. Der Code läuft nach 30 Tagen ab.

Was gehört in ein vollständiges Profil?

Google ordnet lokale Treffer nach drei Kriterien: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Auf die Entfernung hast du keinen Einfluss. Relevanz steuerst du über vollständige und genaue Angaben, Bekanntheit teils über Bewertungen und Links von anderen Websites (Google-Hilfe zum lokalen Ranking). Besser platzieren kannst du dich laut Google nicht, auch nicht gegen Bezahlung.

Die wichtigsten Felder und worauf du achtest
FeldWas du eintragen solltestTypischer Fehler
NameGenau so, wie er am Schild und auf Rechnungen stehtZusätze wie „günstig, schnell, 24h“ im Namen
KategorieSo wenige und so genaue wie möglich, etwa „Tischler“Viele allgemeine Kategorien
ÖffnungszeitenDie regulären Zeiten, bei Änderungen sofort anpassenVeraltete Zeiten nach Urlaub oder Umzug
FotosEchte Bilder von Betrieb, Team und ArbeitNur ein altes Logo
WebsiteLink auf die aktuelle StartseiteLink auf eine alte oder defekte Seite

Name und Kategorie: bleib nüchtern

Die Richtlinien verlangen, dass der Name dem Namen im echten Geschäft entspricht. Slogans, Telefonnummern, Öffnungszeiten und rechtliche Zusätze wie GmbH ohne Nachweis gehören nicht hinein. Bei der Kategorie empfiehlt Google, sich auf spezifische Kategorien zu konzentrieren. Verwandte Kategorien ergänzt das System selbst.

Fotos und Öffnungszeiten: das sehen Kunden zuerst

Mit Fotos und Videos zeigst du, was du anbietest. Nimm eigene Bilder: Werkstatt, Praxisräume, Gerichte, das Team bei der Arbeit. Mehr dazu liest du im Ratgeber zur Frage, ob eigene Fotos oder Stockbilder besser sind. Trage die regulären Öffnungszeiten ein und ändere sie, sobald sich etwas verschiebt. Eine Kundin, die vor verschlossener Tür steht, schreibt oft die erste schlechte Bewertung.

Wie gehst du mit Bewertungen um?

Antworte auf Bewertungen, auch auf kritische. Google empfiehlt, konstruktiv und freundlich zu antworten. Dein Profil muss dafür bestätigt sein, und Google prüft deine Antwort vor der Veröffentlichung. Das dauert laut Google meist etwa zehn Minuten, in Einzelfällen länger.

So nicht

  • Rabatt oder Gratisleistung für eine Bewertung anbieten
  • Kunden vor Ort zur Bewertung drängen
  • Bewertungen von Bekannten ohne echten Auftrag
  • Auf Kritik gar nicht antworten

So besser

  • Nach dem Auftrag höflich um eine ehrliche Bewertung bitten
  • Auf jede Bewertung kurz und sachlich antworten
  • Bei Kritik die Lösung nennen, nicht rechtfertigen
  • Unzulässige Bewertungen über Google melden

Die Maps-Richtlinie verbietet Anreize wie Zahlungen, Rabatte oder kostenlose Leistungen für Rezensionen. Kunden vor Ort zu einer Bewertung zu drängen ist ebenfalls nicht erlaubt. Erlaubt ist es, um Bewertungen zu bitten, die einer tatsächlichen Erfahrung entsprechen, ohne einen Anreiz zu bieten. Ein Link oder QR-Code auf der Rechnung ist deshalb ein sauberer Weg. Wie du gute Stimmen zusätzlich auf deiner Website zeigst, steht im Ratgeber Kundenbewertungen auf der eigenen Website.

Wie pflegst du das Profil ohne großen Aufwand?

Setz dir einen festen Termin, zum Beispiel am Monatsanfang, mit zehn Minuten Aufgaben. Mehr braucht ein kleiner Betrieb meist nicht.

  • Öffnungszeiten, Urlaub und Feiertage prüfen
  • Neue Bewertungen lesen und beantworten
  • Zwei bis drei aktuelle Fotos hochladen
  • Telefonnummer und Website-Link testen
  • Leistungen ergänzen, wenn du etwas Neues anbietest

Was bringt die Website zusätzlich zum Profil?

Das Profil zeigt die Basis, die Website erklärt dich. Wer auf den Link klickt, erwartet eine Seite, die auf dem Handy lädt, schnell Telefon und Adresse zeigt und aktuell wirkt. Ist sie das nicht, springen Interessenten ab, obwohl dein Profil überzeugt hat. Woran du das erkennst, steht in Website veraltet? 8 Anzeichen für einen Relaunch. Was eine neue Seite kostet, erklärt Was kostet eine neue Website 2026?.

Weblift baut veraltete Websites für kleine Betriebe neu. Du siehst die fertige Vorschau, bevor du bestellst. Die aktuellen Preise stehen auf der Seite Preise, den Ablauf findest du unter Ablauf.

Hinweis: Die Angaben beruhen auf den Google-Hilfeseiten, abgerufen am 2026-10-05. Google ändert Oberflächen und Regeln gelegentlich. Prüfe die verlinkten Seiten, wenn dir im Profil etwas anders angezeigt wird.

Häufige Fragen

Kostet ein Google-Unternehmensprofil Geld?

Nein. Laut Google-Hilfe ist das Hinzufügen und Beanspruchen eines Profils kostenlos. Kosten entstehen nur, wenn du zusätzlich Werbung schaltest, was für den Eintrag selbst nicht nötig ist.

Wie lange dauert die Bestätigung per Postkarte?

Laut Google kommen die meisten Codes innerhalb von 14 Tagen an. Nach der Eingabe prüft Google bis zu fünf Arbeitstage. Der Code läuft nach 30 Tagen ab. Ändere in dieser Zeit weder Namen noch Adresse.

Darf ich Kunden für eine Bewertung einen Rabatt geben?

Nein. Die Google-Maps-Richtlinie verbietet Anreize wie Zahlungen, Rabatte oder kostenlose Leistungen für Rezensionen. Erlaubt ist es, um eine ehrliche Bewertung zu bitten, die einer echten Erfahrung entspricht.

Was tun, wenn mein Betrieb schon auf Google Maps steht?

Such den Eintrag in Google Maps und wähle „Inhaberschaft geltend machen“. Danach bestätigst du ihn wie ein neues Profil. So vermeidest du doppelte Einträge für denselben Betrieb.

Kann ich mein Ranking bei Google kaufen?

Nein. Google schreibt, dass bessere lokale Platzierungen weder gefordert noch bezahlt werden können. Relevanz, Entfernung und Bekanntheit zählen. Vollständige Angaben, Fotos und Antworten auf Bewertungen helfen.

Quellen

  1. Google Unternehmensprofil anlegen (Google-Hilfe). support.google.com, abgerufen am 5. Oktober 2026
  2. Richtlinien für Google Unternehmensprofile (Google-Hilfe). support.google.com, abgerufen am 5. Oktober 2026
  3. Unternehmensprofil bestätigen (Google-Hilfe). support.google.com, abgerufen am 5. Oktober 2026
  4. Auf Rezensionen antworten (Google-Hilfe). support.google.com, abgerufen am 5. Oktober 2026
  5. Lokales Ranking verbessern (Google-Hilfe). support.google.com, abgerufen am 5. Oktober 2026
  6. Google Maps Richtlinie zu Anreizen und Fake-Engagement. support.google.com, abgerufen am 5. Oktober 2026
Sven Rüprich

Über den Autor

Sven Rüprich

Inhaber und Geschäftsführer von Weblift.pro. Bei Fragen zu deinem Projekt landest du bei ihm. Mehr über uns

Wie sähe deine Website neu aus?

Schick uns die Adresse. Du bekommst die fertige Vorschau, bevor du etwas zahlst.